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What you’re worth

written by Kim 21. Oktober 2019
What you're worth - KIM ENGEL

Denkphase

Kennt ihr diese Phasen im Leben, in denen ihr einfach alles überdenkt und hinterfragt? Was macht euch glücklich, seid ihr mit eurem Leben gerade zufrieden, würdet ihr irgendetwas daran verändern oder auch an einem Punkt komplett neu starten? Vielleicht hängt es mit der Jahreszeit zusammen, aber momentan bin ich total in dieser Denkphase. Ich hinterfrage alles was ich tue, versuche zu verstehen, warum ich das gerade so mache oder ich mache mir Gedanken darüber, wie ich das nächste Jahr gestalten möchte. Dieses Jahr ist schließlich bald schon wieder vorbei, die letzten Wochen vergehen jetzt wahnsinnig schnell. Etwas Zeit bleibt also noch um das zu erledigen, was man sich für 2019 vorgenommen hat. Aber ist man dann auch mit dem Jahr zufrieden? Seid ihr euren Prinzipien treu geblieben und vor allem auch euch treu geblieben? So viele Fragen und so oft wissen noch nicht einmal wir selbst darauf die Antwort. 

Alltagstrott

Wahrscheinlich verbringen wir viel zu viel Zeit damit über Entscheidungen nachzudenken anstatt es einfach darauf ankommen zu lassen und dann bleibt keine Zeit mehr für die Umsetzung. Daraus entsteht der sogenannte Alltagstrott, ein echter Teufelskreis. Die große Frage besteht also darin, wie man dieser Endlosschleife entweichen kann um sich weiterentwickeln zu können. Sein wir mal ehrlich, wir alle lieben es einen geregelten Alltag zu haben, ohne viel Aufreger oder Durcheinander. Versteht mich nicht falsch, schöne spontane Überraschungsmomente sind natürlich immer toll, aber dennoch muss eine Grundordnung bleiben. Wenn wir diesen Alltag 5 Tage die Woche das ganze Jahr über gleich gestalten, wie schwierig wird es dann für uns davon abzuweichen? Richtig, nahezu unmöglich, da wir uns ja in unserer Komfortzone bewegen und wer macht es sich schon freiwillig unbequem. Das schließt alles mit ein, egal ob wir jetzt plötzlich anfangen wollen Sport zu treiben, mehr selber kochen möchten, neue Aktivitäten ausprobieren und und und. Dafür bleibt in der Woche definitiv keine Zeit, wenn es nach unserer Alltagsroutine geht. Die ist schließlich genau eingeprobt und für eine Veränderung ist da kein Platz mehr. Das Wochenende bleibt dann um ein paar Dinge zu erledigen, einzukaufen, zu putzen, sich mit Freunden zu treffen und andere Dinge zu unternehmen. Selbst dieses kleine Fünkchen Freiheit ist uns da oft schon zu viel, da die beiden Tage im Vergleich zu den Wochentagen relativ frei belegbar sind. Und was tun wir dagegen? Planen schon Wochen im Voraus, was wir an welchem Wochenende machen, damit auch ja nichts unvorhersehbar bleibt und wir uns nicht den Kopf darüber zerbrechen müssen, worauf wir denn Lust haben könnten. Selbstverständlich gibt es hier auch Ausnahmen, aber die sind leider eher selten. 

Hindernisse

Wenn wir also alles genau so schön durchgeplant haben um uns möglichst sicher zu fühlen, was soll daran denn falsch sein? Zunächst einmal gar nichts, es läuft doch auch alles routiniert ab und wir erledigen unser Soll. Aber eben auch nicht mehr. Wenn wir später einmal auf unser Leben zurückblicken, wäre da ein Punkt, den wir gerne verändert hätten oder sogar komplett neu angegangen wären? Später haben wir nicht mehr die Möglichkeit dazu, jetzt schon. Dabei ist das größte Hindernis nicht der Alltag, der uns keine Zeit bietet, sondern wir selbst. Wir Menschen sind so kritisch mit uns, dass wir uns selbst am wenigsten zutrauen und lieber den sicheren Weg einschlagen. Aber warum ist das so? Aus Verlustangst oder der Angst danach schlechter da zu stehen als zuvor? Aber was bedeutet überhaupt „schlechter“? Das müssen wir doch selbst entscheiden können. Und wenn es nur die Erfahrung war, die wir daraus mitnehmen konnten, das ist ein Gewinn, der es alleine schon Wert sein sollte. 

What you’re worth

Lange Rede, kurzer Sinn: wir sollten versuchen mehr darauf zu hören auf was wir Lust haben, was uns gerade Spaß macht und Freude bereitet. Denn das sind die Dinge, die uns letztendlich auch weiterbringen und aus dem Teufelskreis ausbrechen lassen. Wir müssen wirklich aufhören ständig nur an uns rum zu meckern, alles schlecht zu reden und uns selbst zu unterschätzen. Das ist eine Denkweise, die man lernen muss, weil sie komplett anders funktioniert als unser praktisches und alltägliches Denken. Fragt euch vor jedem Punkt, der normalerweise an dem Tag ansteht, ob euch das jetzt in diesem Moment glücklich machen würde und wenn das nicht der Fall ist, überlegt, wie ihr gewisse Dinge anpassen könnt um alles für euch zu optimieren. Klar macht putzen nicht jedem Spaß, aber es macht doch jeden glücklich, wenn die Wohnung hinterher sauber ist, also gehört sowas natürlich dazu. Vielmehr damit gemeint sind Abschnitte im Leben, wie euer Wohnort, euer Umkreis, euer Job, euer Freundeskreis, eure Hobbys, euer Wohlbefinden und noch vieles mehr. Und das sind alles Dinge, die man anpassen kann. Manche von ihnen benötigen mehr Überwindungskraft und Arbeit als andere, aber nichts davon ist unmöglich. Wichtig dabei ist und bleibt, dass ihr das für euch selbst tut und nicht für irgendwen oder irgendwas. Auch wenn es manchmal anders erscheint, behalten wir am Ende doch die entscheiden Stimme über unser Leben und können es so in die Hand nehmen und zurechtrücken, wie wir es für richtig halten. Und wenn wir dann am Ende zurückblicken und uns dabei ein Lächeln nicht verkneifen können, dann haben wir alles richtig gemacht und sind wirklich GLÜCKLICH!

 

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